“Taten bringen Hoffnung!” – Greta Thunberg aus Schweden

“Du bist nie zu klein, um einen Unterschied zu bewirken!”, ein 15-jähriges Mädchen sagt beim Weltklimagipfel mutig was sie denkt und bewegt dabei Massen. Greta Thunberg gibt keine Versprechen, sie gibt lediglich Bescheid und handelt. Weltweit streiken Schüler für das Klima und gegen eine Politik der Reichen. 

Mit zwei geflochtenen Zöpfen und einem karierten Hemd tritt Greta ans Sprecherpult heran, ihr Blick springt von rechts nach links und wieder zurück. Dieser Blick ist nicht der eines schüchternen 15-jährigen Mädchens. Nein, Greta weiß was sie will, weiß was sie gleich sagen wird und vor allem weiß sie genau, für was sie kämpft. Beim Weltklimagipfel 2018 hält die junge Schwedin eine Rede, bei der sie sich nicht darum schert, ob sie damit beliebter wird, wie sie selbst sagt.  Im Namen der Initiative „Climate Justice Now“ spricht sie darüber, dass die Politik in ihren Augen versagt hat und jetzt gehandelt werde. Sie sei nicht gekommen, um zu betteln, sie sei gekommen, um Bescheid zu geben!

“Wir müssen die fossilen Brennstoffe im Boden lassen!”

Spätestens nach dem Satz: „Ihr sprecht nur vom grünen ewigen Wirtschaftswachstum, weil ihr zu viel Angst davor habt, euch unbeliebt zu machen!“ weiß jeder, dass diese Rede keine gewöhnliche sein wird. Sie führt weiter aus, „Ihr seid nicht einmal erwachsen genug dafür, die Wahrheit zu sagen. Sogar diese Bürde überlasst ihr uns Kindern.“
Wenn Lösungen in diesem System so unmöglich zu finden seien, dann müsste man vielleicht das ganze System ändern. „Wir müssen die fossilen Brennstoffe im Boden lassen!“ fährt Greta fort und lässt alle wissen „Wir sind hier her gekommen, um euch wissen zu lassen, dass Veränderung kommen wird!“  Dann bedankt sie sich und geht.

Wie die 15-jährige Greta Thunberg mit Politikern abrechnet

"Euch gehen die Entschuldigungen aus. Ihr seid nicht erwachsen genug, die Dinge auszusprechen, wie sie sind." Greta!

Gepostet von SPIEGEL ONLINE am Sonntag, 16. Dezember 2018
Die Rede von Greta Thunberg beim 
Weltklimagipfel 2018, Quelle: Spiegel Online
“Erst Taten bringen Hoffnung!”

Erste Aufmerksamkeit bekam Greta, die am Asperger-Syndrom leidet, nachdem sie die Schule geschwänzt hatte, um vor den schwedischen Parlamentswahlen gegen die Politik, die die Erderwärmung zur Folge hat,  zu demonstrieren. Auf ihren Flyern, die sie dabei verteilte, war zu lesen „Ich mache das, weil ihr Erwachsenen auf meine Zukunft scheißt!“
Mittlerweile demonstriert sie seit Monaten jeden Freitag vor dem Parlament in Schweden. 
In einem Interview im TheLocal erklärt sie, umso mehr man über die Klimaerwärmung lese, um so besorgter werde man. Allerdings sollte man dann nicht einfach in Angst vor der Zukunft verfallen, sondern mit aller Kraft versuchen, etwas daran zu ändern.

Sie absolvierte mittlerweile einige Interviews und Auftritte, so auch einen Auftritt bei TEDx Talks in dem sie sagt „Anstatt nach Hoffnung zu suchen, ist es notwendig zu handeln. Denn erst Taten bringen Hoffnung!“
Vom Time Magazin wurde sie in die Liste der „TIME’s 25 Most Influential Teens of 2018“ aufgenommen.
Dass Greta Menschenmassen bewegen kann, zeigten die Demonstrationen in Australien Ende November. Tausende Kinder, Jugendliche und Studenten waren auf die Straße gegangen, um für ihre Zukunft zu demonstrieren.

Greta Thunberg bei TEDx Talks
Quelle: Instagram, Profil von Greta Thunberg


  

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